Der Stall


Das Gebäude, dessen Errichtung in etwa auf das Ende des 17. Jahrhunderts zurückgeführt werden kann, zeigt deutliche Spuren der Wiederverwertung von Baumaterial, darunter die Balken und das Holz, einst ein seltenes und wertvolles Material. Im Raum im Erdgeschoss finden sich noch zwei originale Fenster und in der Mauer zwei Schlitze, durch die die Hühner in den Garten gelangten. Das originale Steinpflaster des Bodens wurde in den Neunzigerjahren durch eine Betonschicht ersetzt. Es gibt ein hölzernes Podest, das voraussichtlich zum Melken oder Aufstallen des Viehs verwendet wurde. Sichtbar ist auch die Trockenmauer, die die Basis der gesamten Struktur bildet. Zunächst wurde der Stall ausschließlich für Schafe und Ziegen genutzt, später nur noch als Hühnerstall und bis vor kurzem noch als Schweinestall.

Heute dient der Stall als Lagerraum. Der Heuboden im ersten Stock – bis zum Ende der neunziger Jahre nur über eine heruntergekommene und mittlerweile restaurierte Steintreppe erreichbar – hat einen Holzboden aus zum Teil sehr alten Balken. In diesem Raum wurde Heu, Einstreu und Laub gelagert. Vom Eingang des Heubodens weg führt rechts eine steile Holztreppe die Steinmauer entlang auf den “palanciot“, den Dachboden, der wahrscheinlich während des Krieges – als die Selbstversorgung intensiviert wurde – als Getreidespeicher diente. Heute befinden sich in der Scheune Wagen, Packsattel und andere Gegenstände, die für den Transport genutzt wurden. Der sehr kleine Stall bedarf einer umfassenden Renovierung und einer Umnutzung: Er ist sehr alt und erfüllt nicht mehr die heutigen Standards für eine Tierhaltung.


...weiter zum Angebot


0